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Hausaufgabenkonzept

Hausaufgabenkonzept der

Vier-Jahreszeiten-Grundschule

Fredersdorf-Vogelsdorf

 

Der Raum Schule bietet Grundlagen der Interaktion und Kommunikation zwischen Lehrern, Schülern und Erziehungsberechtigten. In diesem Komplex darf der Bereich Hausaufgaben nicht ausgeklammert werden. Dieses Konzept möchte alle an Schule Beteiligten einbinden und in die Verantwortung nehmen.

Oftmals ist es so, dass Hausaufgaben zu Unrecht kaum hinterfragte Selbstverständlichkeit schulischen Lernens sind. Sie nehmen Zeit in Anspruch, sind häufig Ausgangspunkt für Enttäuschung, Selbsttäuschung und Konflikte. Dabei haben sie das Potenzial – im Zusammenspiel mit dem Unterricht – zukunftsbestimmende Grunderfahrung im individuellen Lernprozess zu sein.

 

Das Hausaufgabenkonzept der Grundschule orientiert sich an den rechtlichen Rahmenbedingungen, nimmt entscheidende Grundsätze für das Kollegium in den Focus und vermittelt Kenntnisse über den konkreten Umgang mit den Hausaufgaben sowie Tipps für Eltern und Erzieherinnen für die Anfertigung von Hausaufgaben.

 

1. Rechtliche Rahmenbedingungen

 

VV – Schulbetrieb vom 10. September 2015

Abschnitt 1 Absatz 5 Hausaufgaben

 

2. Für Hausaufgaben geltende Grundsätze:

 

- Hausaufgaben ergänzen den Unterricht sinnvoll

- Hausaufgaben unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler

 

Hausaufgaben dienen

 

- der Übung, Anwendung und Sicherung der im Unterricht erworbenen

Kenntnisse, Fertigkeiten und fachspezifischen Techniken.

- der Förderung der selbstständigen Auseinandersetzung mit Unterrichtsgegen-

ständen oder frei gewählten Themen

- der Vorbereitung bestimmter Unterrichtsschritte

 

 

Hausaufgaben

 

- gehen aus dem Unterricht hervor und sind in diesen eingebunden

- sind Aufgaben, die von den Kindern selbstständig erledigt werden

- sind im Unterricht vorbereitet

- werden im Unterricht entsprechend gewürdigt

- werden nicht benotet

- sind nicht immer für jedes Kind allgemeingültig, sondern dürfen dem Kind

entsprechend auch differenziert werden, da die individuelle Belastbarkeit und

der individuelle Lernstand zu berücksichtigen sind

 

Der Zeitaufwand

 

Richtwerte für die Bearbeitung von Hausaufgaben (tägliche Schülerarbeitszeit)

 

Jahrgansstufe 1 etwa 15 – 20 Minuten

2 etwa 30 Minuten

3 und 4 etwa 45 Minuten

5 und 6 etwa 60 Minuten

 

Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer hat in Zusammenarbeit mit den in der Klasse unterrichtenden Fachlehrern das Ausmaß der Hausaufgaben zu beobachten und ggf. für einen Ausgleich zu sorgen.

 

- Hausaufgaben können nicht nur von einem Tag auf den anderen, sondern auch

über einen längeren Zeitraum erteilt werden (Vorbereitung Buchlesung,

Erstellung von Belegarbeiten, Kurzvorträgen etc.). Das Ergebnis langfristiger

Hausaufgaben darf benotet werden.

 

Hausaufgaben sind im Unterricht zu besprechen und zu kontrollieren.

 

Gute Hausaufgaben

 

- stehen in einem sinnvollen Zusammenhang zum Unterricht und sind

einleuchtend

- sind klar verständlich und nachvollziehbar

- ermöglichen individuelle Fortschritte der Lernergebnisse

- sind abwechslungsreich und altersgerecht

- können in der Regel ohne fachbezogene Hilfe in angemessener Zeit erledigt

werden

- sind Instrument des selbstständigen Lernens

 

Vielfältige Hausaufgabenformen

 

- schriftliche und auch mündliche Hausaufgaben

- terminierte Pflichtaufgaben (die bis zu einem bestimmten Termin erledigt

werden müssen)

- unbefristete, immer wiederkehrende Aufgaben (z. B. das Arbeiten mit der

Rechtschreib- und Englischlernkartei)

 

- Aufgaben, die hinsichtlich der Aufgabenstellung in der Eigenverantwortung

der Schüler liegen und nicht kontrolliert werden können (z. B. das

Nachschlagen unbekannter Begriffe oder geografischer Orte)

 

3. Umgang mit Hausaufgaben - Rechte und Pflichten

 

- Die rechtlichen Vorgaben des Hausaufgabenkonzepts werden den Eltern zu

Beginn des 1. Schuljahres auf einem Elternabend vorgestellt.

- Zusätzlich werden die Hausaufgabenpraxis und der strategische Umgang mit

Hausaufgaben besprochen.

 

Die Lehrkräfte werden Hausaufgaben

 

- kontrollieren

- an die Tafel schreiben

- rechtzeitig ankündigen

- qualitativ und quantitativ differenziert stellen

- mit anderen Lehrkräften, die in der Klasse unterrichten, abstimmen

- nicht in letzter Minute und nicht in der Pause stellen

 

Die Schülerinnen/Schüler müssen

 

- sich die Hausaufgaben notieren

- Hausaufgaben vollständig, eigenständig und sorgfältig anfertigen

- Hausaufgaben als minimale Pflichterfüllung ansehen

- vergessene Hausaufgaben zum nächsten Tag nachholen und unaufgefordert

vorzeigen

- sich z. B. bei Fehlzeiten im Krankheitsfall selbstständig bei den Eltern der

Klasse nach Hausaufgaben erkundigen und informieren

 

Die Eltern/Erziehungsberechtigten

 

- zeigen Interesse an den Hausaufgaben

- geben ihrem Kind Zeit

- machen ihrem Kind Mut

- stellen einen angemessenen Arbeitsplatz bereit

- loben und tadeln angemessen

- zeichnen wenn nötig, die Erledigung der Hausaufgaben im Hausaufgabenheft

ab (mindestens 1x pro Woche)

- scheuen sich nicht die Lehrkraft zu informieren, wenn das Kind seine

Hausaufgaben nicht selbst erledigen kann

- lösen nicht die Aufgaben ihrer Kinder

- üben keinen Druck aus

 

- erkundigen sich z. B. bei Fehlzeiten im Krankheitsfall selbstständig bei den

Eltern der Klasse nach Hausaufgaben

 

Falls das Anfertigen einer Hausaufgabe einmal nicht möglich ist, wird dies von den Eltern durch eine kurze schriftliche Notiz an die Lehrkraft mitgeteilt.

Nicht oder unzureichende erledigte Hausaufgaben werden vom Lehrer festgehalten. Kommt dies mehrfach vor, so erfolgen mündliche oder schriftliche Kontaktaufnahmen mit den Eltern. Näheres hierzu wird auf den Elternabenden besprochen.

 

Konsequenzen bei Nichterledigung können sein:

- Nachholen der Hausaufgaben zum nächsten Tag

- Nachholen im Anschluss an den Unterricht nach individueller Rücksprache mit

den Eltern.

 

Hausaufgaben zu erledigen ist Pflicht!

 

Beschluss der Lehrerkonferenz vom: 08.11.2010

Beschluss der Schulkonferenz vom: 02.12.2010

Im September 2012 evaluiert

Beschluss der Lehrerkonferenz vom: 15.10.2012

Beschluss in der Schulkonferenz vom: 15.11.2012

Im September 2017 evaluiert

Beschluss in der Schulkonferenz vom: 15.11.2017